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Geschlossene Recyclingkreisläufe sind ein Muss im 21. Jahrhundert

\\ 23.08.2019 - 11:48 Uhr in ""

Ein geschlossener Recyclingkreislauf stellt den Idealfall dar. Er sichert, dass keine wiederverwertbaren Materialien auf dem Müll landen. Notwendig sind solche Kreisläufe aus verschiedenen Gründen. Dazu zählen die begrenzten Rohstoffvorräte und die Auswirkungen auf das globale Klima. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Recyclingmaschinen, die dazu beitragen, geschlossene Materialkreisläufe zu realisieren.

Der sich bereits abzeichnende Klimawandel ist ein Signal, welches die Menschheit nicht überhören darf, wenn sie sich nicht selbst vernichten will. Die Hinweise auf den Klimawandel sind mehr als deutlich. Seit der Mitte der 1990er Jahre liegen die Oberflächentemperaturen fast durchgängig über den Durchschnittswerten, die für das 19. und 20. Jahrhundert ermittelt wurden. Das gilt genauso für die Temperaturen der Luft. Dabei können schon minimale Veränderungen katastrophale Auswirkungen haben.

Noch könnten geschlossene Recyclingkreisläufe die Klima-Kippelemente stoppen

In den letzten Jahrzehnten hat sich die globale Temperatur bereits um knapp ein Grad Celsius erhöht. Die ersten Klima-Kippelemente wurden damit bereits aktiviert. Die Folgen zeigen sich beispielsweise am Grönländischen Eisschild. Eine weitere Temperaturerhöhung führt zu einem kompletten Abschmelzen des Eisschilds und zieht eine Erhöhung des Meeresspiegels um bis zu sieben Meter nach sich. Zahlreiche Küstenstädte würden dieser Entwicklung zum Opfer fallen. Bei einer Temperaturerhöhung von weiteren zwei Grad Celsius würde auch der Westantarktische Eisschild schmelzen. Das verursacht einen Anstieg des Meeresspiegels um weitere 5 Meter. Noch kann der Mensch die Aktivierung dieser Klima-Kippelemente stoppen oder zumindest erheblich verzögern.

Was ist für einen Stopp der Klima-Kippelemente notwendig?

Das Hauptziel besteht darin, die Emission von Treibhausgasen zu reduzieren. Dazu gehört in erster Linie CO2. Die Schaffung geschlossener Recyclingkreisläufe kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Für die Neugewinnung von Metallen ist jede Menge Energie erforderlich. Der Energieaufwand beim Recycling ist deutlich geringer. Deshalb sollten Metalle nicht auf den Müllhalden landen, sondern mit Recyclingmaschinen separiert und zum Schrottplatz gebracht werden. Dabei sind auch kleine Mengen lohnenswert. Auf dem Schrottplatz sorgen Schrottmagneten und Metallanalysegeräte für die Sortierung der einzelnen Metallarten. Inzwischen stehen ausgereifte Lösungen für die Wiederaufbereitung aller Metalle vom Baustahl bis hin zu den Kupferadern von Stromkabeln zur Verfügung.

Welche Arten von Recyclingkreisläufen gibt es?

Aktuell ist die Unterscheidung in das Produktionsabfallrecycling, das Produktrecycling und das Stoffrecycling üblich. Das Produktionsabfallrecycling und das Stoffrecycling eignen sich für die Wiederverwendung von Kunststoff und Metall. Dabei werden die gleichen Verfahren angewendet. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass beim Produktionsabfallrecycling keine Sortierung der Materialien erforderlich ist. Die Abfälle fallen in der Produktion in der Regel sortenrein an. Beim Stoffrecycling müssen die einzelnen Bestandteile zuerst mechanisch voneinander gelöst und anschließend sortiert werden. Dafür gibt es mittlerweile in der Kategorie Recyclingmaschinen komplexe Systeme, die das mit Shreddern, steuerbaren Magneten und Gebläsen vollautomatisch schaffen. Das Produktrecycling stellt eine Besonderheit dar, weil dabei das Produkt selbst erhalten wird. Gute Beispiele dafür sind wiederbefüllte Tintenpatronen und Tonerkartuschen für Drucker, Faxgeräte und Kopierer.

Wie lassen sich geschlossene Recyclingkreisläufe realisieren?

Der Startschuss fällt bereits bei der Produktentwicklung. Die Wiederaufbereitung von Metall ist inzwischen sehr weit fortgeschritten. Bei einer guten Schrottsortierung gibt es beim Einschmelzen nahezu die gleiche Qualität wie bei der Metallgewinnung aus Erzen. Das setzt allerdings voraus, dass sich die Bestandteile eines Produkts gut voneinander trennen lassen. Das müssen schon die Konstrukteure berücksichtigen. Bei Kunststoff kommt es auf die Ausgangsqualität an, ob ein Downcycling-Effekt auftritt oder nicht. Hier sollten die Produktentwickler prüfen, ob Recycling-Qualität die Ansprüche an das spätere Produkt erfüllen kann. Beispielsweise für Blumenkästen und ähnliche Produkte muss der Kunststoff keine Lebensmittelqualität haben. Eine zwingende Voraussetzung für das Produktrecycling sind spezielle Sammelsysteme. Dafür müssen die Hersteller selbst ihren Kunden Angebote machen oder eine enge Zusammenarbeit mit dem Fachhandel pflegen. Dabei sollten sich alle potentiellen Beteiligten der Tatsache bewusst sein, dass der Klimaschutz eine Herausforderung ist, der sich jeder einzelne Mensch und jedes Unternehmen stellen muss.

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